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Oktober

Elektronenströme

Lala Raščić – Sorry Wrong Number

Mittwoch,
27. Oktober 2010, 19 - 21 Uhr im Auditorium des Kunstmuseum Bonn. Eintritt frei!

Asja Hafner (Sarajewo Center for Contemporary Art) präsentiert zeitgenössische Videoproduktionen aus Bosnien-Herzegowina.

What has happened in Bosnia and Herzegovina in video art after the war, from 1996 till now 2010?
Even 15 years after the Dayton Peace Accord Bosnia and Herzegovina is in confrontation and facing two problems: the reconstruction of a country devastated by war and the transition between the old and a new system.
Bosnia and Herzegovina seems to be captive of the media in which its virtual parallel life was created during the war through the TV broadcasts, print words and cyber dimension of the internet when poet and writer Semezdin Mehmedinović wrote that reality is more interesting than films.
After the war the return of “normal” life has disciplined art, it has put it in its place. The old or new hierarchy of values and its accompanying criteria are being established again. The spontaneity and improvisation (present in all aspects of life, not only art), creative surviving not just basic surviving, which predominated during the war, give in to the traditional forms of life.
The discontinuity, as the consequence of war, has produced a double break; a break in normal relations with abroad for many years, and break in contemporary artistic currents which animated the cultural scene up to the end of the eighties. In fact, the cultural scene was not only put between parentheses but it is also lost its memory. So, we find ourselves in a situation of tabula rasa, in which the protagonists of the events, who appeared before the war and who in the normal conditions would have served as a reference point in the artistic domain have left the country.  
This discontinuity and losing the memory turned out to be an advantage of the local scene.


September

Elektronenströme

 

The First Nation on Mars, 2008 © Nala Atmowiloto

Mittwoch, 08. September 2010, 19 Uhr im Auditorium des Kunstmuseum Bonn. Elektronenströme.
Künstlerinitiativen und die Videokunstszene in Indonesien. Ein Vortrag von Katerina Valdivia Bruch
Eintritt frei!

Seit Ende der Achtziger spielt das Medium Video eine Rolle in der zeitgenössischen Kunst Indonesiens. Die Pioniere Krisna Murti, Teguh Ostentrik und Heri Dono experimentierten damals mit Video, um das kreative Spektrum ihrer multidisziplinären Installationen zu erweitern. Allerdings ist der Gebrauch von Video kein Ergebnis einer künstlerischen Praxis, vielmehr handelt es sich um eine kritische Auseinandersetzung mit der Unterhaltungs- und vor allem mit der Fernsehindustrie.
Während Suhartos Diktatur (1967-1998) gab es einen Fernsehsender, Televisi Republik Indonesia, der von der Regierung manipuliert und kontrolliert wurde. Ende Achtzigern und Anfang Neunzigern, Dank des wirtschaftlichen Wachstums, vermehrten sich die Unterhaltungsangebote sowohl durch weitere Fernsehsender, wie RCTI (1989), SCTV (1990), TPI (1991) und INDOSIAR (1994), als auch durch Kabelfernsehen und Videotheken. Das Heimkino und die größere Auswahl an Fernsehprogrammen wurden zu Alternativen zum einheitlichen staatlichen Angebot.
Ende der Neunziger, und vor allem 1998, wird das Medium Video als Instrument einer kritischen Auseinandersetzung mit  staatlichen Gegebenheiten, die das indonesische Volk nicht mehr akzeptieren wollte. Diese Videos ohne jeglichen künstlerischen Anspruch wurden zu Zeugen der damaligen Situation des Landes. Der Einsatz von audiovisuellen Medien ist eine Antwort auf einen konkreten gesellschaftlichen und politischen Kontext. Heutzutage gehören audiovisuelle Medien jedoch zu einen bestimmten Lebensstil und bewegte Bilder im Internet, in Mobilfunkgeräten als auch im Fernseher werden in unserem Alltag integriert.
Die ersten Videokunstarbeiten von Nam June Paik waren eine Reaktion auf die Bilderflut und die Massenmanipulation der Fernsehindustrie. In Indonesien ist der Kontext ähnlich wie Paiks, obwohl das Video erst Ende der Achtziger in die Kunstszene eingeführt wurde. Diese Entwicklung unterscheidet sich von Paiks, indem die Benutzung des Videos nicht innerhalb einer künstlerischen Bewegung oder einer bestimmten Avantgarde entstand. Die Verwendung von audiovisuellen Medien in Indonesien taucht in einem alltäglichen Kontext auf und hat in der Regel politische und soziale Hintergründe.

Inhalt des Vortrags:
Über eine geschichtliche Einführung hinaus, will der Vortrag einen Einblick in die Künstlerinitiativen geben, die sich mit der Recherche, Dokumentation und Verbreitung der Nutzung des Mediums Video beschäftigen: Forum Lenteng, ruangrupa (in Jakarta); Kampung Halaman, VideoBattle (in Yogyakarta); VideoLab und Videobabes (in Bandung).
Schwerpunkt des Vortrages ist ruangrupas Videokunst Festival OK. Video, und die Künstlerinitiative Forum Lenteng, welche 2003 von Hafiz, einem Mitbegründer von ruangrupa, als erstes Archiv für die Dokumentation von und Recherche über Video  gegründet wurde. Während der Konferenz werden repräsentative Arbeiten von indonesischen Videokünstlern gezeigt, u.a. die Arbeiten vom Pionier Krisna Murti, sowie bahnbrechende Arbeiten von jungen Künstlern Prilla Tania, Tintin Wulia, Nala Atmowiloto, Muhammad Akbar, Henry Foundation, Tiong Ang, Wimo Ambala Bayang und Anggun Priambodo.

Katerina Valdivia Bruch ist unabhängige Kuratorin. Sie lebt und arbeitet in Berlin. Ihre nächste Ausstellung: OK. Video - Jakarta International Video Festival. A Retrospective. läuft vom 02. September bis zum 16. Oktober im Projektraum von art and culture international e.V. in KunstBüroBerlin. Mehr Informationen: www.artatak.net

Katerina Valdivia Bruch wird gefördert durch das Kuratorenstipendium vom Goethe Institut.

 

Beach Time, 2005 © Krisna Murti

Juni

Dieter Kiessling "Fallende Scheibe", 1986, 0:45 min

Mittwoch, 02. Juni 2010, 19 - 21 Uhr: Elektronenströme. Ein Abend mit dem Videokünstler und Mainzer Hochschulprofessor Dieter Kiessling. Auditorium des Kunstmuseum Bonn. Eintritt frei!

Mai

Mittwoch, 19. Mai 2010, 19 - 21 Uhr im Auditorium des Kunstmuseum Bonn. Eintritt frei!

Die Videokünstlerin Natacha Nisic (Frankreich) im Gespräch mit Doris Krystof

 

Natacha Nisic, Catalogue de gestes, 1994, still images

April

Mittwoch, 14. April, 2010, 19 Uhr im Auditorium des Kunstmuseum Bonn.

Ein Abend mit Manon de Boer (Belgien)

Preisträgerin des Videonalepreises 2009 zur Videonale 12.

Attica, 2008, 16 mm film, black and white, mono sound, 10 min.

Elektronenströme// März

Sound and Vision

Mittwoch, 03. März, 2010, 19 Uhr im Auditorium des Kunstmuseum Bonn.

Über das Verhältnis von Klang und Bild im künstlerischen Werk von Freya Hattenberger und Peter C. Simon.

Anhand der Präsentation von ausgewählten Arbeiten werden Freya Hattenberger und Peter C. Simon einen Einblick in ihrem Umgang mit Bild und Ton geben. Gemeinsamkeiten und Gegensätze werden im Publikumsgespräch erörtert. Trotz ihrer unterschiedlichen Arbeits- und Herangehensweise verbindet beide Künstler der Einsatz des Mediums Video als künstlerische Aussage.

"Electric Blue...Waiting for the gift of sound and vision" (David Bowie).

www.freyahattenberger.de

Peter C. Simon

http://www.myspace.com/<wbr></wbr>leseclairs

69, 06:05 min, 2008

69

Das Video 69 ist ein Rausch. In Anspielung auf die Symbolik der Ziffer 69, die, egal wie herum man sie dreht, dieselbe Zahl ergibt und sich gegenseitig "umkreist", dreht sich die Videoarbeit ebenfalls um sich selbst.

Psychedelisch - halluzinatorische Bildwelten entfalten sich im Aufnahmefenster einer Videoschnittsoftware, während die Kamera eben jenes rückgekoppelte Signal im selben Augenblick aufzeichnet. Die Videoarbeit "69" wird so zum Dokument dieses "Trips" und liefert damit auch gleich den Beweis, dass digitales Bildsignal doch nicht "rauschfrei" ist.

Dabei kann man sich der hypnotischen Sogwirkung von "69" nicht entziehen und gerät unweigerlich in den Strudel der Bilder. In tunnelartigen Treppenläufen führen sie zunächst scheinbar endlos und labyrinthisch wie Piranesische Unterwelten tief in den Rechner.

Unterstützt von den schwebenden Klängen der Musik und den Geräuschen, die alle Originalgeräusche aus F.F. Coppolas "Apocalypse Now" sind, entstehen neue Bilder vor dem inneren Auge. Dieses ist gerötet. Die Kamera zeichnet es auf. 1969. Der Vietnamkrieg ist im vollen Gange, der erste Mensch verlässt diesen Planeten und wandert auf dem Mond umher und ich erblicke das Licht der Welt. Unbekanntes Projekt 1/ Effekte - Werkzeuge - Fenster - Hilfe / VTR OK.

 

Steelskin, 05:00 min, 2006

Steelskin

Das Video Steel Skin besteht aus animierten schwarz/weiß Fotografien und Musik. Der Fokus jedoch liegt klar im Blick auf den Körper, von dem eine gewisse Bedrohlichkeit ausgeht. Reglose Gliedmaßen und zusammengesetzte Torsi fließen an der Kamera vorbei und erinnern so an die Stimmmung von Monsterfilmen aus den 20 er Jahren. Die Wahrnehmung wird auf die Probe gestellt.

 

PRETTY GIRL, Videoperformance / Installation, 02:40 min, 2008

pretty girl

In der Installation "pretty girl" geht es um Machtverhältnisse und Rollenverständnisse, die sich oft in Geschlechterklischees spiegeln.

Anweisungen, sich in einer bestimmten Art und Weise vor der Kamera zu verhalten und die sich an das "pretty girl" richten, werden durch die Inszenierung in einem Schaufenster bewusst gebrochen. Die Stimme dient hier nicht länger als Indikator für eine  bestimmte Person, sondern wird aufgelöst um ein Spiel der Identitäten in Gang zu setzen.

Imitation als Grundmuster von (menschlichem) Verhalten wird einem autonomen Selbstbegriff gegenüber gestellt - im Austausch mit den Passanten auf der Strasse, die als Akteure ebenfalls im Video miteinbezogen sind.

Der stumme Text läuft als Projektion synchron zur Bildebene auf dem Monitor, dessen Ton durch den Ausstellungsraum entfernt zu hören ist. Die Textebene wird in einer Black Box-Situation als Projektion präsentiert, die Performance läuft auf einem Monitor. Bild und Ton sind durch den Ausstellungsraum zur gleichen Zeit getrennt und verbunden, wie ein psychologisches Programm des Unterbewussten.

 

SIRENE, Videoperformance, 03:30 min, 2006

sirene

Die Kamera zeigt mich in Aktion mit einem Mikrophon, welches auf einem Stativ vor mir steht. Es ist an eine Lautsprecher-Anlage angeschlossen, also "online". Immer wieder wird es von meinen Lippen berührt. Diese Geste provoziert erotische Vorstellungen - doch die sinnlichen Reize des Bildes stehen im krassen Gegensatz zum akustischen Erleben des Videos, denn jedes Mal, wenn ich das Mikrophon in den Mund nehme, erklingt das Feedback der Raumfrequenz in meinem Mund.

W?hrend der Performance moduliere ich mit meinem Mundraum den Klang des hohen, schrillen Klirrens. Anfänglich als Fremdkörper irritierend, stellt sich allmählich ein Zusammenhang zwischen Bild- und Tonebene her. Klang und der Einsatz von Stimme als Indikatoren sind Schlüsselelemente von "sirene". Der Körper als Kommunikator und Medium der künstlerischen Auseinandersetzung bleibt mit technischen Prozessen wie Feedback und Verzerrung verbunden.

Elektronenströme // Februar

Sonja Feldmeier, In Your Room, 4' 11", 2008

Mittwoch, 03. Februar, 2010, 19 Uhr im Auditorium des Kunstmuseum Bonn. Eintritt frei!

Chantal Molleur, VIDEOART.CH - Büro für Videokunstangelegenheiten / office for videoart, präsentiert Videokunst aus der Schweiz.

videoart.ch päsentiert

einen Überblick über die videoart.ch. Plattform anhand von zehn Videoarbeiten, welche die verschiedenen Interessen und Genres von Schweizer Videokünstlern verdeutlichen. Wir freuen uns, Werke der folgenden Künstler zeigen zu können: Alexander Hahn, Katja Schenker, Muda Mathis and Sus Zwick, Susanne Hofer, Yves Netzhammer, Roman Signer, Sonja Feldmeier, Christoph Rütimann, Max Philipp Schmid und Rudolf Steiner. Diese Carte blanche ist der Auftakt zu einer ganze Reihe von Abenden, die Einkanal Videoarbeiten aus der Schweiz in Museen in der Schweiz, Deutschland und Liechtenstein präsentieren werden. Unsere Sammlung, die 2003 von videocompany.ch gegründet worden ist, umfasst mehr als 185 Titel; darunter Essays, Videokunst, Fiktion und Animation. videoart.ch unterstützt die Distribution von unlimitierten Einkanal Videoarbeiten von Schweizer Künstlern. Unsere Videoarbeiten sind darüber hinaus sowohl zum Verleih als auch Verkauf an Individuen und Institutionen erhältlich.

Alexander Hahn, Capturing Natural Sounds in the Age of the Vintage 78 Re-cord and Other thoughts on Traveling between different Re-alities, 6´, 2005

Programm:

Alexander Hahn, Capturing Natural Sounds in the Age of the Vintage 78 Re-cord and Other thoughts on Traveling between different Re-alities, 6´, 2005

Katja Schenker, envers, 7' 40", 2000

Muda Mathis & Sus Zwick, Vermeintlichkeit und Zufall, 6', 2004

Susanne Hofer, The Last of its kind, 2' 17", 2007

Yves Netzhammer, Die M?glichkeit nicht mehr haben, sich weniger ähnlich zu sein, 12' 27", 2003

PAUSE

Roman Signer, Aktion vor der Orangerie, 6', 1987

Sonja Feldmeier, In Your Room, 4' 11", 2008

Christoph Rütimann, Handlauf Kürbis, 2'30", 2004/2005

Max Philipp Schmid, Der Imitator, 6' 49", 2007

Rudolf Steiner, Skeet und Trap, 6' 48", 2001-2009

 

Mit freundlicher Unterstützung von:

Elektronenströme // Januar

Mittwoch, 13. Januar, 2010, 19 Uhr im Auditorium des Kunstmuseum Bonn.

Dr. Hans-Michael Herzog, Chief Curator/General Manager der Daros Latinamerica AG, stellt die Videokunstsammlung der Daros Latinamerica AG vor.

Línea del destino, 2006
Single channel video 1:59 min, b/w, silent
Daros Latinamerica Collection, Zürich. Video Still: Zoé Tempest, Zürich

FOR YOU

Ausgehend von der Ausstellung for you/para usted in den Räumlichkeiten der Daros AG  in Zürich im vergangenen Jahr wird Dr. Hans Michael Herzog die Videokunstsammlung der Daros Latinamerica vorstellen. Alle Werke stammen aus den vergangenen zwölf Jahren. Die Künstlerinnen und Künstler sind zwischen 33- und 73-jährig und kommen aus Mexiko, Kuba, Brasilien, Panama, Kolumbien, Guatemala, Chile, Argentinien, Costa Rica, Uruguay und Venezuela. In Anbetracht der zeitlich begrenzten Situation können natürlich nicht alle Videoarbeiten aus der Daros Latinamerica Sammlung berücksichtigt werden, auch wird kein enzyklopädischer Überblick über die Video-Produktion Lateinamerikas gegeben, doch soll der Vortrag einen repräsentativen Einblick in die Aktualität des zeitgenössischen Schaffens auf diesem Gebiet vermitteln.

Wir präsentieren konsistente Videoarbeiten, die allgemeingültig und -verständlich, qualitätvoll und originell sind und eine klare innere Dramaturgie aufweisen. Technisch reicht das Spektrum von vermeintlich "primitiven" Aufnahmeverfahren bis zu höchst komplexen Produktionsniveaus. Von der reinen Dokumentation von Performances über Comic und Reklame bis hin zur filmisch ausgereiften Erzählung finden sich alle erdenklichen, individuell geprägten Genres und Ikonografien. Sie erzählen von Alltäglichem, Sozialem, Politischem, Philosophischem, Neurotischem, Gewalttätigem, Sinnlichem, sind metaphorisch, selbstreflexiv, provokant, absurd, drastisch, ironisch, poetisch und vieles mehr - Bilder, die nicht nur selbst bewegt sind, sondern auch uns bewegen. Die Daros Latinamerica Sammlung zeitgenössischer Kunst aus Lateinamerika hat Niederlassungen in Zürich und neuerdings auch in Rio de Janeiro, das Casa Daros. Die Ausstellungsflächen in Zürich bieten regelmäßig Ausstellung aus dem Sammlungsbestand, begleitet von einem Vermittlungs- und Rahmenprogramm.

Liliana Porter
For You/Para Usted, 1999
Single channel video
Daros Latinamerica Collection, Zürich.
Video Still: Zoé Tempest, Zürich                     15:48 min, color, sound


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