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VERANSTALTUNGSARCHIV 2004

Ausstellung

27. November 2004 - 2. Januar 2005

Kunstmuseum Bonn

 

Christian Jankowski

"oops i did it again"

Kurator: Georg Elben, Videonale Bonn

Stills aus "The day we met" (2003)

Christian Jankowski beschäftigt sich seit seinem Studium an der Hamburger Kunstakademie mit visuellen Unterhaltungsmedien. Er ist 1999 mit seinem spektakulärem Beitrag "Telemistica" zur Biennale in Venedig bekannt geworden, bei dem der Künstler mit sehr rudimentären Sprachkenntnissen im italienischen Fernsehen anruft, um nach seinem Erfolg bei dieser prestigeträchtigen Großausstellung zu fragen. Erheiternd und aufschlussreich ist der routinierte und doch ziemlich hilflose Versuch der TV-Wahrsager, die Zukunft des Künstlers zu erläutern; der Themenbereich kommt in diesen Sendungen bestimmt nicht häufig vor.

 

Mittelpunkt der Ausstellung im Kunstmuseum Bonn ist die im Obergeschoß zentral eingebaute Karaokebar mit dem Titel "The day we met" (2003). Die Besucher können aus Tausenden gespeicherter Musikstücken ihre Lieblingssongs auswählen und auf einer kleinen Bühne live singen, zur entsprechenden Originalmusik mit begleitenden Videobildern und unterstützt durch die eingeblendeten Textzeilen. In den Videoclips spielt Christian Jankowski zusammen mit einer professionellen koreanischen Schauspielerin die Hauptrolle, ohne selber vorher geprobt zu haben. Kurze, stimmungsvolle Episoden zeigen das ungleiche Paar, wie es sich am Strand neckt, zusammen singt oder nur ruhig unterhält. Von der koreanischen Produktionsfirma werden die Filme dann weltweit in Karaokebars eingesetzt

 

Das Musikvideo "No one better than you" (2004) für die spanische Kultband Fangoria basiert auf der Idee eines Rollentauschs: Fangorias rothaarige Sängerin Alaska, in Spanien seit den 80er Jahren so bekannt wie Nina Hagen in Deutschland, ist mit ihrem charakteristischen Gesang zu hören, zu sehen ist jedoch die blonde Sängerin Sanchez, in Spanien und Lateinamerika ebenfalls ein Star, allerdings eher im Bereich Mainstream Pop. Die beiden Stars verschmelzen zu einer Kunstfigur und werden im Video zu einer Art Meta-Ikone für den Betrachter, der beide Musikerinnen gut kennen muss, um die Ton-Bild-Kombination als ungewohnt zu erleben. Doch das Wissen um den Tausch macht aus dem sehr ästhetischen Musikclip ein geradezu philosophisches Ereignis.

 

Außerdem noch zu sehen: "ABBA in der Freiheit" (1992); eine Performance mit zwei ABBA-Revival - Bands und "Lets get physical / digital" (1993), ein Internetchat zwischen Christian Jankowski und seiner damaligen Freundin Una, der von in Schweden per Mail gecasteten Personen nachgespielt wurde.

 

konstrukt kino

14. Dezember 2004, 19.30 Uhr

Bonner Kinemathek in der Brotfabrik

Tina Rehn

medienkunstrolle - Videokunst von den 90ern bis heute

Rhythmus-Musik mit Dachlatten, die Welt aus der Sicht des Rades in 1 Minute, eine Zigarettenparty in Philip-Marlowe-Manier, eine witzige Persiflage auf Musikvideos, Nam June Paik verspeist seine Kunst als Sushi, eine der ersten Emanzipations-Demonstrationen 1987, das Coming Out einer tanzenden Teenagerin, nörgelnde Hausbesitzer einer Studentenwohnung, Schuhe als Code für Anfang und Ende, Kraut und Rüben, Hand und Fuß, Sex and Crime... Mit neunzehn ausgewählten Arbeiten von den 90ern bis heute präsentiert sich der \\internationale\medien\kunst\preis des SWR im Kino.

 

Elektronenströme

8. Dezember 2004, 19 Uhr

Kunstmuseum Bonn, Auditorium

André van Linn

Bill Viola: Tapes der 80er Jahre

Die Arbeiten Violas aus den achtziger Jahren sind Ausdruck und Resultat seiner Auseinandersetzung mit Religion und Mystik, Medientheorien und Phänomenen der Wahrnehmung sowie den Zyklen der Natur. Sie entstanden aus dem Material, das er auf der Suche nach einem neuen Stil während seiner zahlreichen Reisen akkumulierte. In ihrer Abkehr von der spröden Ästhetik der Videokunst der siebziger Jahre sind die Bänder dieser Werkphase(n) gekennzeichnet durch die intensive Nutzung der weiterentwickelten elektronischen Aufnahme- und Schnitttechniken. Wenngleich sich in ihrem teils dokumentarischen Charakter und ihren Motiven sich Analogien zu den Dokudramen dieser Zeit entdecken lassen, bleibt eine gesellschaftskritische Aussage eher die Ausnahme. Viola konzentriert sich auf die Poesie des Raumes in seiner Wechselwirkung mit Licht, Farbe und Zeit. In einer Übersicht aller Werkphasen soll die Entwicklungen seiner Bildsprache dargelegt und ein kritischer Blick auf die aktuellsten Arbeiten geworfen werden.

konstrukt kino

28. November 2004, 17 Uhr

Bonner Kinemathek in der Brotfabrik

 

Christian Jankowski

Einführung: Georg Elben, Videonale

Filme:

Telemistica, 1999

Create Problems, 1999

This I played tomorrow, 2003

Hollywoodschnee, 2004

16mm Mystery, 2004

Seit seinem Studium an der Kunstakademie in Hamburg beschäftigt sich Christian Jankowski mit den visuellen Massenmedien. Wahrsager im italienischen Fernsehen, die dem Anrufer seine Zukunft vorher sagen, müssen die Erfolgsaussichten von Kunst erklären (Telemistica), im Pornofilmstudio geht es nach genreüblichem Beginn dann nicht um Sex sondern um Beziehungsprobleme (Create Problems), Passanten vor den Toren der Studios in Roms Cinecittà entwerfen im Interview mit dem Künstler den Inhalt des Films, der dann tatsächlich mit ihnen gedreht wird (This I played tomorrow), und der jüngste Film handelt von der Macht der Bilder, die Häuser zum Einsturz bringen können (16mm Mystery).

konstrukt kino

9. November 2004, 19.30 Uhr

Bonner Kinemathek in der Brotfabrik

 

Lynn Hershman Leeson - part two

 

"Desire Inc" (USA 1990; Regie: Lynn Hershmann Leeson, 26 Min.)

 

"Die Verführung durch die Medien, wie sie das Publikum mit Ideen infiltrieren, die dann in unser Glaubenssystem übernommen werden. Ideen vom weiblichen Körper als Schauplatz von Reproduktionstechnologien und der Beweis, wie ursprünglich erotische Impulse, die aus frühen Phantasieprojektionen resultieren, später zu wesentlichen sexuellen Motivationen werden." (Lynn Hershman Leeson)

 

"Teknolust" (USA/D 2002; Regie: Lynn Hershman Leeson, mit Tilda Swinton, Jeremy Davies - OmU - 83 min )

 

Mithilfe ihrer eigenen DNA hat die Biogenetikerin Rosetta (Tilda Swinton) drei Replikanten geschaffen. Sie nennt ihre geklonten Ebenbilder Ruby, Marianne und Olive. Um zu überleben, brauchen die weiblichen Androiden männliche Y-Chromosome, die sie in Form von Bildern und Dialogen aus berühmten Verführungsszenen der Filmgeschichte absorbieren. Ruby beginnt, diese Szenen in der Realität nachzuleben und begegnet Phänomenen wie der Kunst, Spiritualität und zuletzt ihrer eigenen Fähigkeit, zu lieben. Die existenzielle Erfahrung der Liebe ist es, die schließlich die virtuelle Welt mit der realen verbindet.

Lynn Hershmans zweiter Spielfilm ist eine skurrile Cyberfantasie, in der auf humorvolle Weise aktuelle Diskurse wie Gender oder Gentechnologie in surrealen Kino-Bildern reflektiert werden.

 

Elektronenströme

3. November 2004, 19 Uhr

Kunstmuseum Bonn, Auditorium

 

Jenny Dirksen

Aktion in medialer Vermittlung: Vito Acconci & Bruce Nauman

 

Wenn Vito Acconci und Bruce Nauman in den 60er und 70er Jahren ihre Performances mit Video aufzeichnen, geht dies weit über eine reine Aktionsdokumentation hinaus. Beide Künstler lenken das Augenmerk auf die spezifischen Eigenschaften des Mediums. Dies geschieht ebenfalls, wenn sie alternativ die Fotografie oder Film verwenden. Besonders in Abgrenzung zu diesen Medien wird deutlich, welche neuen künstlerischen Möglichkeiten sich durch Video eröffnen und in welcher Weise Acconci und Nauman diese für ihre jeweilige Arbeit nutzbar machen.

 

konstrukt kino

25. Oktober 2004 um 19.30 Uhr

Bonner Kinemathek in der Brotfabrik

 

Kölner Bilderkünstler: Gisbert (Gibbs) Müller

 

Sigrid Limprecht zeigt Ihnen zwei Filme des Bilderkünstlers "Gibbs", der anwesend sein wird:

 

"442368 Sichtverhältnis" (D 2003, nach einer Idee von Gibbs & Jo Schultheis, Realisierung: Thorsten Nöh und Jo Grams, 55 Min.)

 

"442368 Sichtverhältnis" ist ein Porträt über zwei zeitgenössische Künstler aus Köln. In Form von Intervies, Archivmaterial und Kunstwerken wird der Werdegang der beiden unterschiedlichen Künstler skizziert, ihre Zusammenarbeit dargestellt und Einblicke in die gemeinsame Ausstellung TEE VAU in der Kölner Galerie 63elf gewährt. Im Rahmen dieser Ausstellung setzen sich die beiden mit dem Thema Medien auseinander.

 

"Was soll nun aus mir werden" (D 1995, nach einer Idee von H.M. Fink mit Gibbs und Jo Schultheis, 25 Min.)

 

Ein Mann an einem Tisch, ein halbnackter Kellner.

Er trinkt, raucht und hat nur einen Gedanken:

Was soll nur aus mir werden?

Keine Maske, kein Schnitt, kein Wasser in den Gläsern.

 

Danach zeigen wir Ihnen noch einen Überraschungsfilm.

 

Elektronenströme

13. Oktober 2004, 19 Uhr

Kunstmuseum Bonn, Auditorium

 

Barbara Hess

Der einzige Film von Gerhard Richter: "Volker Bradke" (1996) im Kontext mit Filmen von Christof Kohlhöfer und Sigmar Polke"

 

In der Kunstwelt der späten sechziger Jahre haben zahlreiche Künstlerinnen und Künstler sporadisch oder häufiger - neben ihrer Arbeit in anderen Medien - mit dem Medium Film gearbeitet. Der Vortrag konzentriert sich auf Filme von Protagonisten, die -um 1968- am "Brennpunkt Düsseldorf" (so die Titel von zwei historischen Ausstellungen) aktiv waren: Christof Kohlhöfer, Sigmar Polke, Gerhard Richter und Katharina Sieverding. Mit Ausnahme von Gerhard Richters Film "Volker Bradke" (1966) - seiner einzigen Arbeit in diesem Medium - stammen die (teils in Ausschnitten) gezeigten Werke aus der Schenkung Ingrid Oppenheim im Kunstmuseum Bonn.

 

Diese frühen Arbeiten der Künstler lenken den Blick zurück auf eine Zeit, in welcher der Film - als ein technisch reproduzierbares Medium unter anderen - im Kunstbetrieb eine erste, eher institutionell als kommerziell bedeutende Konjunktur erlebte, die sich beispielsweise 1971 in der Düsseldorfer Ausstellung "Prospect 71 Projection", aber auch im Rahmen der "documenta 5" 1972 manifestierte. Trotz ihres gemeinsamen historischen und räumlichen Entstehungszusammenhangs weisen sie ein breites Spektrum von künstlerischen Herangehensweisen an das filmische Medium auf, in denen sich verschiedene Formen von Selbstinszenierung und Medienreflexion, ein handwerklich-experimenteller Umgang mit dem Medium und gezielte Rückverweise auf historische Avantgarden miteinander verbinden. Ihren hybriden Charakter - charakteristisch für das "Kunstwerk im Zeitalter der post-medialen Bedingungen", so die These von Rosalind Krauss - verdanken sie nicht zuletzt ihrer langen "Reise" durch verschiedene Medien und Präsentationsformen: gedreht auf 16mm-Filmmaterial, zum Teil in den siebziger Jahren auf Videoband kopiert und in jüngster Zeit digitalisiert und damit auf neue Weise zugänglich gemacht." (Barbara Hess)

 

konstrukt kino

27. September 2004, 19.30 Uhr

Bonner Kinemathek in der Brotfabrik

 

Tina Rehn

Lynn Hershman Leeson - part one

 

Als Auftakt dieser Reihe zeigt die Kunstwissenschaftlerin Tina Rehn am 27.09.2004 um 19.30 in der Brotfabrik das Video "Cyberchild" und den Spielfilm "Leidenschaftliche Berechnung (Conceiving Ada)" der amerikanischen Medien-Künstlerin Lynn Hershman Leeson, deren Werk Performances, Fotografien, Videos und zahlreiche interaktive Installationen umfaßt. Für ihre Arbeiten hat sie nicht nur zahlreiche Preise erhalten hat und ist weltweit in den renommiertesten Sammlungen vertreten, sie gilt auch als Pionierin im Bereich der interaktiven Medien.

 

"Cyberchild" (USA 1998; Regie: Lynn Hershman; 20 Min) "[...] handelt von den Auswirkungen des technoloischen Fortschritts auf alle Lebenssysteme, heute und in Zukunft, der Schaffung von Cyborgs, jenen Wesen, deren Existenz in gewisser Weise von Technologien abhängt [...]" (Lynn Hershman Leeson)"Conceiving Ada (Leidenschaftliche Berechnung)" (USA/D 1997; Regie: Lynn Hershman Leeson, OmU, 85 Min.) Emmy Coer (gespielt von Tilda Swinton), eine junge Wissenschaftlerin forscht an genetischen Codes, die es ermöglichen sollen, historische Persönlichkeiten mit einem Computerprogramm zu reanimieren. Es gelingt ihr, Kontakt zu einer geistesverwandten Forscherin im 19. Jahrhundert aufzunehmen, nach der das Pentagon eine Computersprache benannt hat: Ada, eine Tochter von Lord Byron, die Mathematik mit Leidenschaft betrieb.

 

"Conceiving Ada" ist ein ästhetisches Experiment, mit dem die Medienkünstlerin Lynn Hershman Leeson Videokunst und Film in eine neue Relation setzt.

 

special

Teil I | 28. Juli 2004, 19 Uhr

Kunstmuseum Bonn, Auditorium

 

Teil II | 4. August 2004, 19 Uhr

Kunstmuseum Bonn, Auditorium

 

Daniel Kothenschulte und Michael Aust

The Art of Pop Video I + II From Sound to Vision: Eine Filmgeschichte des Musikvideo

 

Darf ein Clip Kunst sein? Bei seinem Siegeszug in den achtziger Jahren vom Gros der Kulturkritik als geistlose Bilderflut gescholten, blieb dem Musikvideo zunächst wenig Hoffnung, auch nur einen Bruchteil jener Anerkennung zu erheischen, die etwa die Popart für sich verbuchen kann. Zwei Jahrzehnte nach dem Sendestart von MTV ist es an der Zeit für eine erste Aufarbeitung des Mediums und seiner Geschichte.

 

Unser moderiertes Programm, das sich in zwei Blöcken auf der Riesenleinwand präsentiert, versucht einen spielerischen Brückenschlag: Von den kunstsinnigen Pet Shop Boys, die sich gern auf Andy Warhol beziehen, geht die Reise zurück zu den Pionierwerken der klassischen Avantgarde. Die flirrenden, direkt auf den Film gemalten, grellbunten Musikfilme des Künstlers Len Lye aus den 30er Jahren. Über die jazzigen "Soundies" der gleichen Zeit, die etwa Duke Ellington zu einem Popstar unter den Bandleadern machten, fährt ein direkter Weg zu den audiovisuellen Grotesken eines Spike Jonze: Aus diesem Clip-Pionier ist inzwischen längst ein gefeierter Spielfilmregisseur geworden, dessen neuestes Werk "Adaptation" jüngst auf der Berlinale prämiert wurde. Und Daft Punks Trickfilmanimationen haben Vorläufer in Walt Disneys heute vergessenen Salsa-Improvisationen aus den 40er Jahren, die aktueller nicht sein könnten. Und wenn Chris Cunninghams hypnotischer Björk-Clip "All Is Full Of Love" den Star in einen geheimnisvollen Androiden verwandelt, sind die Grenzen zwischen Realfilm und Animation so überflüssig wie die alten Trennungslinien zwischen Kunst und Unterhaltung. Wie in einem der neueren Clips der Pet Shop Boys, inszeniert von Wolfgang Tillmans, "Home and Dry".

 

Aus dem Flow der Musikkanäle haben wir ein Klassikerprogramm komponiert, das überraschende Bezüge zu Kunst und Kino offen legen, vor allem aber Auge und Ohr berauschen soll. Auf der Bühne stehen dabei Daniel Kothenschulte, der Filmredakteur der Frankfurter Rundschau und der Kölner Filmproduzent Michael Aust, Begründer des Musikvideopreises clip+ Rede und Antwort.

 

Werkgespräch

26. Mai 2004, 19.00 Uhr

Kunstmuseum Bonn, Auditorium

 

Ursula Damm

 

Ursula Damm schreibt über ihre künstlerische Arbeitsweise:

" Zu Beginn meiner künstlerischen Praxis waren meine Arbeiten Beschreibungen meines individuellen Raumempfindens. Wie ein Wissenschaftler wollte ich aus dem individuell Wahrgenommenen Gesetzmäßigkeiten ableiten, um das Gefundene auf seine Allgemeingültigkeit auszutesten. Es entstanden Geometrisierungen dieser Vorstellungen, die metrische und topologische Aspekte des Raums behandelten.

 

Als der Computer ins Spiel kam, entdeckte ich, um wieviel spannender es ist, Raum zu beobachten, anstatt ihn zu konstruieren. Diese Entdeckung führte zu Arbeiten über Bewegungsspuren im Raum. Meine multimedialen Installationen interpretieren diese Spuren - ob es die Schritte von Menschen auf einem Platz sind oder die Navigationspfade im Internet - und versuchen, sie im Verhältnis zu ihrem Bedeutungskontext zu erfassen."

 

Werkgespräch

18. Mai 2004, 18.30 Uhr

Kunstmuseum Bonn, Auditorium

 

Andreas Köpnick

 

Andreas Köpnick nutzt seit Mitte der achtziger Jahre die Videotechnik künstlerisch im Grenzbereich zwischen medienreflektierender Analyse und sinnlich-poetischer Synthese. Der in dieser Zeit vollzogene Übergang vom analogen Bildsignal zur digitalen Codierung, vom authentischen Realitätsverständnis zur artefaktischen Simulation regte eine Vielzahl von Videobändern, Installationen und Performances an, die abseits jeglicher Medieneuphorie nach verborgenen Konstanten im Umbruch suchen. Seit 1999 ist Köpnick Professor für Film, Video und neue Medien an der Kunstakademie Münster. Aktuelle Arbeiten beschäftigen sich mit der Rekonstruktion magisch-intuitiver Bedeutungsfelder aus den Fragmenten des Modernismus. Andreas Köpnick zeigt ausgewählte Arbeiten aus zwei Jahrzehnten, die von bildhauerisch-performativen Formfindungen bis zu Netzprojekten reichen.

 

Werkgespräch

28. April 2004, 19.00 Uhr

Kunstmuseum Bonn, Auditorium

 

Rosa Barba

 

Rosa Barba stellt Dokumentationen ihrer Filminstallationen sowie ihre Musikvideos vor, u.a. für "mouse on mars". Ihre Filminstallationen verknüpfen erzählerische und formale Ebenen, angetrieben durch die Spannung zwischen Bild und Nicht-Bild, Dauer und Moment. Dabei wird auch der physische Aspekt des Mediums zum Protagonisten; mit dieser Wirkung zielt Barba weit über das Projektionsfeld hinaus.

 

Werkgespräch

20. April 2004, 18.30 Uhr

Kunstmuseum Bonn, Auditorium

 

Jan Verbeek

 

Jan Verbeek befragt alltägliche Bilder, die er in grosser formaler Stringenz zusammenfügt, nach den Grenzen menschlicher Wahrnehmung. Welche Bedingungen liegen in den Besonderheiten des Mediums Video, wenn man den Fokus nicht auf eine scheinbar naturgetreue Abbildung der Wirklichkeit legen, sondern die medien-immanenten Eigenheiten bewusst und kreativ ausloten möchte? Die Zerteilung der Zeit lässt sich dazu einsetzen, Phänomene sichtbar zu machen, die in der Wirklichkeit gar nicht vorhanden sind. In Zusammenarbeit mit dem Verein der Freunde des Kunstmuseums Bonn.

 

Einweihung

18. Februar 2004, 18-21 Uhr

Kunstmuseum Bonn

 

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Einweihung des neuen Videonale-Büros. Es werden Videos aus der Sammlung der Videonale gezeigt (bis 14. M?rz 2004).

 

Es sprachen:

Ludwig Krapf, Kultur-, Sport- und Wissenschaftsdezernent der Bundesstadt Bonn

Christoph Schreier, Kunstmuseum Bonn

Georg Elben, Videonale


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